ClublebenVeröffentlichung

Kiwanis spendet spontan an die Sternkinder

Beim monatlichen Clubmeeting der Kiwanis halten Helga Schmidtke und Svenja Hohenstein einen Vortrag über das Sternenkinderzentrum Odenwald e. V. und erhalten spontan eine Spende über 500 €.

Sternkinder sind ein Tabuthema wie es kein ein anderes gibt. Statistisch gesehen ist jede dritte Frau von dem Thema in unterschiedlichen Härtegeraden betroffen. Vom Schwangerschaftsabbruch kurz nach Feststellen der Schwangerschaft bis zur stillen Geburt. Für die betroffenen Familien ist diese Situation besonders schwer, gerade weil in der Gesellschaft kaum darüber gesprochen wird und somit auch wenige wissen dass es Hilfe gibt. Noch nicht lange gibt es daher das Sternenkinderzentrum Odenwald e. V., ein gemeinnütziger Verein , der sich mit seinen Mitarbeitern die sich genau um diese Familien kümmern. Im Einsatz sind die Helfer bereits an der Bergstraße, in Darmstadt/Stadt, Gernsheim, Aschaffenburg und im gesamten Rhein Main Gebiet. Nun will der Verein auch im Odenwald aktiv werden und ein Netzwerk knüpfen um das Thema aus dem gesellschaftlichen Abseits zu holen. Auf ihrem Weg bis zur Gründung des Vereins 2015 absolvierte die examinierte Krankenschwester Helga Schmidtke ziemlich alle Fachausbildungen, die es im Fach Sterbe,-und Trauerbegleitung, Hospiz,-und Palliativbegleitung gibt- unter anderem beim
Bundesverband Kinderhospiz in Freiburg die pädiatrische Palliative care Pflegefachausbildung-heute bildet Sie selbst aus-unter anderem auch die Kräfte des Sternenkinderzentrums Odenwald e.V. Die Aufgaben bei der Betreuung sind sehr vielfältig
und gehen weit über das hinaus was normale Kriseninterventionen und Hebammen leisten können. Von der Diagnose bis teilweise Jahre später bleibt man mit den Familien Kontakt und hilft bei der Trauerbegleitung. „Wenn die Betreuung nicht gleich von Anfang richtig greift ist es später schwer die Familien auf einen gesunden Trauerweg zu bringen“ weiß Helga Schmidtke. In der Pränataldiagnostik in Darmstadt weiß man daher sofort wen man anrufen muss wenn die Diagnose kommt. Der Verein wünscht sich auch in Erbach eine solch gute Vernetzung mit Hebammen, Gynäkologen und Gynäkologinnen, Klinikseelsorge, Doulas, Familienhelferinnen, stationären Hospizen und ambulanten Hospizdiensten, Jugendamt, Pro Familie etc- denn nur so kann schnell und effektiv geholfen werden. Sehr sehr gerne kommt ein Mitarbeiter des Vereins auch zu Infoabenden in die unterschiedlichen Instotutionen. Dabei betont Helga Schmidtke. dass es nicht nur um die betroffenen Mütter geht. Auch die Väter und die Geschwister leiden unter der Situation. Daher ist auch hier individuelle (Präventions) arbeit notwendig. Mit Dr. Martin Kreuels aus der Nähe von Bremen hat das Team des Sternenkinderzentrums Odenwald e.V. den Fachmann für Männertrauer in Deutschland mit im Boot. Auch die rechtliche Situation lässt noch zu wünschen übrig, so ist man in Deutschland, was die Thematik Mutterschutz für Frauen, die ihr Baby in der Frühschwangerschaft verloren haben immer noch weit davon entfernt eine zufriedenstellende Situation zu haben. Der Vortrag, der durch den Kontakt mit dem Kiwanis Club Darmstadt zustande kam, beeindruckte die Erbacher Kiwanis sehr. So beschloss der Vorstand kurzerhand die wertvolle und überaus wichtige Arbeit des Vereins spontan mit 500 € zu unterstützen. Aus dem Flyer des Vereins wurde ein Scheck improvisiert. Frau Schmidtke und Frau Hohenstein bedankten sich für das Überraschungsgeschenk und auch für die Gelegenheit ihre Arbeiten vorzustellen. Es ist der Wunsch des Sternenkinderzentrum Odenwald e. V. als auch vom Kiwanis Club Erbach/Odenwald dass das Thema auch im Odenwald offen angegangen werden kann, und dass die Menschen wissen dass es auch in solchen Situationen Hilfe gibt.
Trauergruppe für Sternenkindereltern in Erbach einmal im Monat Kindertrauergruppe in Erbach einmal im Monat
Männersprechstunde in Erbach einmal im Monat

Nähere Infos und Kontakt für betroffenen Familien bitte über
Helga Schmidtke mobil 0177-9168045
mail helga.schmidtke@googlemail.com