7 Tropfen für ein Halleluja

Bei der 7. Destillatprobe des Kiwanis Club Erbach/Odenwald kommen 1.150 € für das Gewaltpräventionstheaterstück Geheimsache Igel zusammen.

Torf ppm, Fassstärke, Kühlfiltrierung, Spätburgunderfinish. Das waren unter anderem die Themen bei der 7. Destillatprobe Malt4Charity im Restaurant Meraki in Erbach auf dem Marktplatz. Den fast 20 Teilnehmern wurden, wie auch beim letzten Mal schon, besondere Tropfen aus dem Odenwald kredenzt. Vielen ist gar nicht bekannt, dass die größte Whisky Destillerie auf dem Europäischen Festland nicht mal 30 Minuten entfernt von Erbach angesiedelt ist. Die St. Kilian Destillerie in Rüdenau gehört inzwischen zu den festen Größen der internationalen Whiskywelt. Organisator Stefan Uhrig bedankte sich gleich zu Anfang bei dem Team von St. Kilian, denn ohne die großzügige „Schapsspende“ wäre das Tasting in der Form gar nicht möglich. Kiwanier Detlef Kuhn und Rainer Müller, beide aktive Mitglieder der Odenwälder Schottlandvereinigung, führten durch 6 waschechte Whiskys und einen Likör. Neben den bereits bekannten Marken, Bud Spencer und Terence Hill, waren diesmal viele Neuheiten und auch Raritäten unter den Tropfen. Die Teilnehmer, teilweise sehr erfahren, teilweise Neulinge, waren allesamt begeistert über die große Vielfalt. Besonders schön sind die vielen Gespräche und auch Diskussionen die bei jedem Glas geführt wurden. Am Ende des Abends rundete ein tolles griechisches Buffet den Event ab. Wie Stefan Uhrig zu Beginn sagte, war man ja nicht zum Spaß bei der Probe dabei, sondern für den guten Zweck. Dank vieler Spenden am Abend konnten 1.150 € eingenommen werden. Das Geld wird traditionell dazu verwendet das Gewaltpräventionstheaterstück „Geheimsache Igel“ an mehreren Grundschulen im Kreisgebiet zu finanzieren. Bei dem Stück für die 2. und 3. Klassen lernen die Kinder spielerisch mit Gewalt umzugehen und wie man „Nein“ sagt. Das Theaterstück wird bundesweit angeboten und wird als Kiwanis Leuchtturmprojekt von vielen der 130 Clubs in Deutschland finanziert. Mit der Probe soll es aber noch nicht das Ende des Odenwälder Kiwanisprogramms gewesen sein, über die Adventszeit bietet der Kiwanisclub wieder einen Mistelzweigverkauf an, am 17. und 18. Dezember verkauft der Club Glühwein und Kuchen auf dem Weihnachtsmarkt in Michelstadt, und am 17. Dezember findet die nächste Charity Whiskyprobe des Erbacher Clubs statt, diesmal online.

Die Kiwanis-Muscheln sind zurück!

Nach langer Corona-Pause fand das Muschelessen des Kiwanis Club Erbach/Odenwald endlich wieder im Kirchencafé „Zum Bären“ statt und brachte rund 3.000 Euro Spenden ein.

Dürfen beim Muschelevent nicht fehlen: Muscheln

„Gibt es eigentlich wieder ein Muschelessen?“ Diese Frage hörten die Kiwanier*innen in den vergangenen Monaten immer öfter. Das zeigt: Das kulinarische Event gehört für viele Menschen rund um Erbach in den Kalender, im besten Fall sogar zweimal als Frühjahrs- und Herbstedition. Zuletzt hatte es im März 2020 stattgefunden, bevor der erste Lockdown solche Zusammenkünfte unmöglich machte.
Nun war es endlich wieder soweit: Orgateam-Leiter Manfred Uhrig legte los und stellte mit der Hilfe vieler Kiwanier*innen und Freund*innen einen tollen Abend auf die Beine. Das Menü folge dem bewährten Schema – Aioli und Baguette als Vorspeise, Muscheln in Tomaten- und Weißweinsauce, gefolgt von verschiedenen Desserts. An dieser Stelle einen großen Dank an den Koch, Stefan Sonnenburg, und die Nachtisch-Köchinnen.
Die beste Nachricht war jedoch, dass rund 3.000 Euro zusammenkamen. Davon gehen 1.100 Euro an die evangelische Kirchengemeinde für die Jugendsegelreise der Konfirmand*innen. Silke Heinkel nahm den symbolischen Scheck von Kiwanis-Präsidentin Dr. Stefanie Uhrig entgegen: „Es gibt immer wieder Kinder, die aus finanziellen Gründen nicht mitkommen könnten“, so Heinkel. „Das ist natürlich für die ganze Gruppe unheimlich schade, deshalb freuen wir uns sehr über die Spende.“
Weitere 1.100 Euro unterstützen das Schulfrühstück der Ernst-Göbel-Schule, das sicherstellt, dass kein Kind mit leerem Magen lernen muss. Zudem erhält Casa Verde, ein Heim für Straßenkinder in Peru, diesmal 300 Euro.
Das restliche Geld wird der Kiwanis Club für schnelle Hilfe im Odenwald nutzen. Während der Pandemie und auch durch den Krieg in der Ukraine gab es immer wieder dringende Anfragen von Organisationen oder Bildungseinrichtungen, etwa für Schulranzen für die geflüchteten Kinder. Dann ist es gut, sofort reagieren zu können.
Auch Kiwanis Deutschland Governorin Nina Schütz war beim Muschelessen dabei – mit relativ kurzer Anreise, denn die derzeitige Chefin der deutschen Kiwanis-Dachorganisation kommt aus Hiltersklingen und ist selbst Mitglied im KC Erbach/Odenwald. Auch sie freute sich sehr darüber, wieder viele Menschen im Kirchencafé „Zum Bären“ versammelt zu sehen.
Ein besonderer Dank gilt den Sponsor*innen und Spender*innen, sowie dem ganzen Team, ohne die der Abend nicht möglich gewesen wäre.
Nach dem schönen Event lehnt sich der KC Erbach/Odenwald natürlich nicht zurück. Am 19. November geht es mit „Malt4Charity“ weiter, einer Whiskyprobe mit der St. Kilian Destille im Restaurant „Meraki“ in Erbach. Vom ersten bis zum zweiten Adventswochenende verkauft der KC Erbach/Odenwald zudem wieder Misteln – weiterhin in der online-Version oder über persönliche Ansprache. Weiter geht es am 17. Dezember mit einer weitere Whiskyprobe, die online-Wiederauflage der Probe von letztem Jahr und ebenfalls wieder zugunsten der Heidelberger Waldpiraten. Und am 17. und 18. Dezember sind die Kiwanier auf dem Michelstädter Weihnachtsmarkt mit Kaffee und Kuchen im Kellereihof zu finden.

Über 56.000 Euro für Kinder- und Jugendprojekte

Bettina Rebscher (links) überreicht die Charterurkunde an ihre Nachfolgerin Dr. Stefanie Uhrig

Der Kiwanis Club Erbach/Odenwald schließt das bisher erfolgreichste Jahr der Clubgeschichte ab. Bei der traditionellen Charterübergabe wurden außerdem zwei Mitglieder für ihren Einsatz geehrt.

Am 15. Oktober fand die turnusgemäße Übergabe der Gründungsurkunde, Charter genannt, des Kiwanis Club Erbach/Odenwald statt. Die Mitglieder trafen sich im Clublokal, dem Erbacher Tennishotel, um das neunte Jahr der Clubgeschichte Revue passieren zu lassen. Die scheidende Präsidentin Bettina Rebscher aus Michelstadt-Vielbrunn sprach von einem turbulenten Jahr. Im Oktober 2021 übernahm sie die Präsidentschaft mitten in der Corona Herbstwelle, während noch immer die Auswirkungen der Flut im Ahrtal zu spüren waren. Der 24. Februar markierte auch im Clubleben der Odenwälder Kiwanisfreund*innen eine Zäsur. Über 10.000 Euro wurden für die Hilfe für Ukrainische Kinder gespendet. Trotzdem konnten in diesem Jahr viele Veranstaltungen wieder durchgeführt werden, mit 56.000 Euro Spendenleistung markierte das Kiwanisjahr 2021/2022 das erfolgreichste Jahr der jungen Clubgeschichte. Gleich zu Beginn des Abends freuten sich zwei langjährige Mitglieder des Clubs über besondere Auszeichnungen. Gründungsmitglied und Past-Präsident Jörg Thiemer und Chairperson Activity Manfred Uhrig wurden vom Club mit dem Kiwanis International Lifetime Membership Award ausgezeichnet. Beide engagieren sich seit vielen Jahren bei einer Vielzahl von Events, vor und hinter den Kulissen, und haben maßgeblich zu dem bisherigen Erfolg des Clubs beigetragen. Bettina Rebscher überreichte dann die Amtskette und die Gründungscharter an Dr. Stefanie Uhrig, die dem Club zur Gründung bereits als Präsidentin vorstand. Die neue Präsidentin stimmte die Mitglieder auf ein aufregendes Jahr ein. Neben den gewohnten Aktivitäten des Clubs wird im nächsten Jahr die Kiwanis Deutschland Convention in Erbach und Michelstadt stattfinden, eine besondere Ehre, die jedoch auch viel Arbeit erwarten lässt. Beide bedankten sich im Laufe des Abends nicht nur bei den Mitgliedern, sondern im Besonderen auch beim Vorstandsteam. Dr. Jan Frischmann, der aufgrund der Coronapandemie zwei Jahre als Präsident agierte, verlässt nun nach einem Jahr als Past-Präsident den Vorstand. Neu im Team ist Robert Wagner, das Gründungsmitglied wird nun ein Jahr als Vize-Präsident mitarbeiten und dann seinerseits nächstes Jahr die Präsidentschaft übernehmen. Die Mitglieder haben nicht viel Zeit zum Verschnaufen, gleich im Oktober findet nach einiger Zeit Pause wieder das traditionelle Muschelessen im Kirchencafé „Zum Bären“ statt, gefolgt von 2 Whiskyproben, dem Mistelzweigverkauf und einem Kuchenstand auf dem Michelstädter Weihnachtsmarkt.